Die Legende einer Frau in Grau

Im Mittelpunkt dieser Legende stehen ein kleiner Stadtladen und eine schweigsame Dame. Eine blasse, ganz in Grau gekleidete Frau betrat den Laden, nahm einen Glasbehälter Milch aus der Milchkiste und ging dann kurz darauf aus der Tür. Zwei männliche Angestellte des Ladens bemerkten es jedoch und rannten gemeinsam zur Tür hinter ihr her, doch sie war bereits verschwunden.

Frau-in-Grau-Legende

Zwei Tage später war dieselbe Frau erneut gekommen und hatte die gleichen Dinge wie zuvor getan, aber die beiden Arbeiter bemerkten sie erneut nicht und sie war wieder verschwunden.

Beim dritten Mal waren die Männer vorbereitet. Während sie den Laden betrat, sahen sie zu, wie sie den Milchbehälter aufhob und kurz darauf wieder aus der Tür ging.

Diesmal rannten sie hinter ihr her und jagten sie die Straße entlang bis zu einem Feldweg am Rande der Stadt, wo sie sie plötzlich aus den Augen verloren. Bei weiterer Erkundung fanden sie jedoch einen alten Friedhof, auf dem sie das Weinen eines Babys aus dem Boden vor einem Grabstein hören konnten, und eine saubere Grabstätte einer Frau, die kürzlich begraben worden war.

Sie fanden eine Schaufel in der Nähe und beschlossen schnell, den Sarg auszugraben. Das Weinen wurde beim Graben immer deutlicher. Schließlich, nachdem sie den Sarg geöffnet hatten, entdeckten sie dieselbe Frau in Grau, die sie vor einiger Zeit gejagt hatten, nur war sie hier tot, aber in ihren Armen lebten ein weinendes Kind und die drei leeren Glasbehälter mit Milch.

Das Kind wurde absichtlich oder unfreiwillig auf irgendeine Weise lebendig begraben, und die Seele der Mutter hatte ihr Baby mehrere Tage lang am Leben gehalten, bis sie gefunden wurde.