Archäologen haben das älteste existierende menschliche Erbgut in Form von zwei Millionen Jahre alten Zahnfossilien entdeckt.

Das Exemplar scheint aus zu stammen Paranthropus robustus (P. robustus), eine Art afrikanischer Hominiden. Diese prähistorischen Menschen hatten außergewöhnlich große Zähne mit dicken Schmelzschichten.
Die Natur hat berichtet, dass es sich um die frühesten genetischen Daten eines alten Hominiden handelt, die jemals gesammelt wurden. Diese Daten geben Einblick in die Geschichte der Homininen, die etwa sieben Millionen Jahre zurückreicht.
Untersuchung der Abfolge von Proteinen im Zahnschmelz
Der Proteinchemiker Enrico Cappellini von der Universität Kopenhagen leitete eine Gruppe, die vier Zahnproben von untersuchte P. robustus gesammelt in der Swartkrans-Höhle, etwa 40 Kilometer von Johannesburg entfernt.
Um weitere Einblicke in die prähistorische menschliche Spezies zu gewinnen, wurden die in den Fossilien enthaltenen Proteine einer Sequenzierung unterzogen.
Der Zahnschmelz der Fossilien wurde mittels Massenspektrometrie umfassend auf Aminosäuren untersucht, sodass die Forscher das Geschlecht jeder Probe bestimmen konnten.
Die Analyse von zwei Proben ergab das Vorhandensein von Amelogenin-Y, einem Protein, das von einem Gen auf dem Y-Chromosom erzeugt wird. Dieses in den Zahnschmelzproben gefundene Protein bestätigte, dass die Zähne Männern gehörten.
Das Vorhandensein der X-Chromosom-Variante von Amelogenin in den anderen beiden Zähnen deutete auf einen weiblichen Ursprung hin, obwohl die Y-Chromosom-Variante fehlte.
Aus allen vier untersuchten Zahnproben wurden 400 Aminosäuren entschlüsselt.
Eine Verbindung, die auf Evolution basiert
Das Sequenzierungsverfahren führte zur Erstellung eines „einfachen Evolutionsbaums“.
Es wurde offenbart, dass Homo sapiens, Neandertaler und Denisova-Menschen, die in den letzten 200,000 Jahren in Sibirien lebten, waren enger miteinander verwandt als Paranthropus.
Die auf einem Pre-Print-Server veröffentlichten Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Konstruktion eines Evolutionsbaums mit genetischen Informationen aus Fossilien ein bahnbrechender Fortschritt auf dem Gebiet der Paläoanthropologie sein könnte.
Die Autoren schlagen vor, dass Wissenschaftler durch die Analyse alter Proteine möglicherweise die Abstammung von Australopithecus afarensis bestimmen können. In den letzten Jahren wurden zahlreiche fossile Überreste dieser Art freigelegt, darunter das bekannte und fast vollständige Fossil von Lucy.
Die Studie wurde auf den Preprint-Server hochgeladen bioRxiv. Juli 03, 2023.




