Archäologen haben in Sibirien eine unberührte Entdeckung gemacht. Die Skelettreste eines Wagenlenkers wurden mit dem Vorhandensein eines Metallgegenstandes identifiziert, was zum ersten Mal zu Spekulationen darüber führte, dass in der Region möglicherweise von Pferden gezogene Streitwagen eingesetzt wurden.

Die Überreste, von denen angenommen wird, dass sie etwa 3,000 Jahre alt sind, wurden zusammen mit einem bronzenen Metallgegenstand mit Haken entdeckt, der vermutlich zum Fahren von Streitwagen verwendet wurde. Mit dem Haken konnte der Fahrer von der Taille aus am Streitwagen befestigt werden, so dass die Hände frei blieben. Dieses Metallstück wurde um die Taille des Skeletts herum gefunden, das seit seiner Beisetzung in der späten Bronzezeit unberührt geblieben ist.

Der Wagenlenker und andere Gräber wurden in der Nähe des Dorfes Kamyshta in Sibirien entdeckt. Archäologen haben jahrelang dieses Gebiet ausgegraben, bevor Pläne zum Ausbau der Eisenbahnlinie umgesetzt wurden. Bisher wurden im Grabbereich keine Streitwagen gefunden. Der Gegenstand ähnelt jedoch denen, die bei Wagenlenkern aus der Bronzezeit in der Mongolei und in China gefunden wurden.
Die Menschen aus der Bronzezeit der Lugav-Kultur waren hauptsächlich Viehzüchter und wurden später in der frühen Eisenzeit durch die Skythen der Tagar-Kultur ersetzt.
Zu dem Grab gehörten laut einer Pressemitteilung auch ein Erdhügel über einem quadratischen Steingrab, ein Bronzemesser und „Bronzeschmuck aus Bronzeplatten mit charakteristischer halbkugelförmiger Plakette“.

Die Forscher erklärten in einem übersetzte Aussage, dass sie glauben, dass Bestattungen in dieser Region seit vier Jahrhunderten erlaubt sind, und die Gräber zeigen drei Phasen der späten Bronzezeit, die etwa im 11. Jahrhundert v. Chr. lag. Zu diesen Phasen gehören der Übergang der Karauk- zur Lugava-Kultur, die mittlere Phase mit der Lugava-Kultur und die letzte Phase mit Merkmalen der Banino-Phase der Tagar-Kultur.
In der Gegend wurden bisher keine Streitwagenfunde gemacht. Dennoch waren Pferdefuhrwerke in der Region bekannt. Die Kultur der damaligen Zeit errichtete Steingräber mit verlängerten Wänden, die einer Kutsche oder einem Schlitten ähnelten. Das Team beabsichtigt, Ausgrabungen fortzusetzen, um weitere Einblicke in die Bestattungsbräuche dieser Zeit zu gewinnen.
Diese Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten zum Verständnis der Mobilitäts- und Handelsnetzwerke antiker Zivilisationen.




